Für die Herren des VfL Telstar steht am Samstag ein ganz heißes Derby auf dem Programm: „Das wird das Spiel des Jahres“, freut sich Telstar-Trainer Nicola Ventriglia auf Duell beim VC Marl (18.30 Uhr, Halle Willy-Brandt-Gesamtschule Straße in Marl), Ventriglia hat immerhin zehn Jahre lang das Volleyballhandwerk in Marl erlernt. Und nicht nur für ihn hat das Spiel einen besonderen Stellenwert. In der Bochumer Mannschaft spielen neben Ventriglia mit Kevin Bär, Johannes Beßelmann, Patrick Bonner und Holger Kaesler gleich vier ehemalige Marler.
Kaesler blickt voller Vorfreude auf das Duell gegen seinen Ex-Klub: „Vor drei Jahren haben uns noch drei Ligen voneinander getrennt. Wir haben uns das Wiedersehen in der Oberliga hart erarbeitet und wollen es jetzt wissen.“
In der Partie liegt eine gewisse Brisanz, vor dem Spiel wurde auf beiden Seiten „viel gequatscht und viel provoziert“, erklärt Ventriglia, der davon ausgeht, dass seine Mannschaft ein „Hexenkessel“ erwartet.
Der VfL-Coach, der die Marler Mannschaft „in- und auswendig kennt“, hat seine Spieler bestmöglich vorbereitet. Ein Schlüssel zum Erfolg könnten taktische Aufschläge sein, um den Gastgeber gezielt nicht ins Spiel kommen zu lassen. Trotzdem bleibt der junge Telstar-Trainer realistisch: „Auf dem Papier ist Marl natürlich besser, wir rechnen uns nicht viel aus, sondern schauen einfach was geht.“
Frauen-Regionalliga
Für das noch erfolglose Schlusslicht aus Bochum geht es am Wochenende gegen den Viertplatzierten Alemannia Aachen II (So., 17 Uhr, Aachen). Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Telstar-Trainer Franz Ovelhey hat Respekt vor Aachen: „Das ist eine sehr gute Mannschaft mit viel Erfahrung. Die Aachener haben vor allem durch die Universität immer wieder die Möglichkeit, sehr gute Spielerinnen für sich zu gewinnen.“ Nach dem verlorenen Spiel gegen Herne in fünf Sätzen, in dem die Frauen in zumindest zwei Sätzen demonstrierten, dass sie Volleyball spielen können, hofft Ovelhey, dass die Frauen das Positive aus dem Spiel mitnehmen werden.
Die Spielerinnen haben sich laut Ovelhey auch ohne ihren Trainer in der vergangenen Woche intensiv auf das Spiel vorbereitet und blicken optimistisch auf den Gegner. „An der Einstellung und dem Willen meiner Mannschaft gibt es nichts zu mäkeln, wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis, um auch im Kopf freier aufspielen zu können“, erklärt der Trainer ungebrochen optimistisch.












